Alle Beiträge von Katalin Wachendorff

Hermann – mehr als nur ein Sauerteig und wozu braucht die Ente einen Strohhalm?

Endlich wieder eine „echte“ Stunde! Zwar mit Abstand, einigen Auflagen und nur für 45 Minuten, aber immerhin live. Eine Küchennutzung war natürlich nicht möglich, aber Genuss kann man ja auch vorbereiten und den praktischen Teil als „Hausaufgabe“ vergeben. So stand diesmal für die Teilnehmer/innen ein Hermann-Teig zur Weiterpflege zuhause und je ein Probierstück Hermann-Brot und Hermann-Schokokuchen bereit. Während die Eltern sich sofort an „Hermann“ erinnerten, brauchten die Kinder und Jugendlichen eine kleine Einführung in das Thema Hermann-Pflege. Das Besondere an Hermann:  Hermann ist ein Weizen-Sauerteig. Sauerteig sorgt dafür, dass Brot und Kuchen locker werden, sich Haltbarkeit, Aroma und Geschmack verbessern und außerdem die Backwaren bekömmlicher werden

So ein Sauerteig ist so ähnlich wie ein Haustier. Man muss ihn pflegen und füttern, damit die Milchsäurebakterien und Hefen den Teig in Gärung halten. Dabei entsteht das Gas Kohlenstoffdioxid, dass den Teig auflockert. Bei richtiger Pflege kann er eine sehr lange Lebensdauer erreichen. Alle 10 Tage kann man ihn stückweise verbacken, weiterpflegen und weiterverschenken. In den 80er und auch den 90er Jahren, war Hermann-Teig sehr beliebt und man beschenkte Freunde und Familie und backte Kuchen.

Und wozu braucht die Ente einen Strohhalm? Früher war nicht nur Hermann beliebt, sondern auch die Quizsendung „Die Montagsmaler“. Wenn also schon die 80er Jahre, dann auch mit dem witzigen und kreativen Spiel. Bei uns natürlich mit Begriffen rund um das Thema Essen und Trinken. Mal ging es schnell, mal dauerte es und manchmal scheiterten die Ratenden. Aber lustig war es immer. Die Ente mit dem Strohhalm sollte übrigens eine Hühnersuppe sein. Kurz war die Stunde, aber sehr fröhlich und alle gingen mit einem neuen (essbaren) Freund nach Hause.

 

Text&Foto: Frau Anja Roth

Was haben Gummibärchen und Krautsalat gemeinsam?

Richtig, auf den ersten Blick haben beide nichts gemeinsam. Man muss also etwas genauer hinsehen. Genau das haben wir in unserer digitalen Kursstunde getan. Erst haben wir uns angesehen, wie man den Zuckergehalt eines Produkts durch die Angaben auf dem Etikett der Verpackung herausfinden kann. Zum einen gibt es das Zutatenverzeichnis. Hier sind alle Zutaten aufgeführt. An der Reihenfolge der Zutaten kann man auch ablesen, was viel und was eher wenig enthalten ist. Ganz vorne steht die Zutat, von der am meisten drin und zuletzt die, die am wenigsten im Produkt ist. Wenn man genauer die Zuckermenge wissen will, muss man in die Nährwerttabelle schauen. Dort steht wie viel Zucker in 100 g enthalten sind. Um die Menge anschaulicher zu machen, kann man dann noch in Zuckerwürfel umrechnen. Ein Zuckerwürfel wiegt 3 g, d.h. man muss die Zuckermenge durch 3 teilen und weiß dann, wie viele Zuckerwürfel in 100 g enthalten sind. Enthält eine Packung mehr oder weniger als 100 g, dann muss man das entsprechend auf die Inhaltsmenge umrechnen. Wir haben uns eine Tüte Gummibärchen und eine Packung Krautsalat angesehen und die Gemeinsamkeit gefunden: beide enthalten mehr als 30 Stücke Würfelzucker. In den Krautsalat gehört der Zucker eigentlich nur als Gewürz, d.h. beim Selbermachen kann man viel Zucker einsparen. Gummibärchen kann man auch ohne oder mit sehr wenig Zucker machen. Schaut doch mal in die Rezepte von KrautsalatGummibärchen und in die  Videos.

Fotos&Text: Frau Anja Roth

Habe ich Hunger?

Corona zwingt uns ins Homeoffice und ins Homeschooling, Sportvereine und -studios haben geschlossen – der Tagesablauf und damit auch unsere Ess-Struktur steht schlichtweg auf dem Kopf und der Kühlschrank ist irgendwie immer greifbar. Jetzt muss man sich wirklich im Griff haben, um nicht allen süßen und herzhaften Snacks zu erliegen. Wenn Langeweile aufkommt, dann wird es erst richtig schlimm! Dass das häufig kein Hunger ist, der uns zu Kühl- oder Vorratsschrank führt, dass wissen wir nur zu gut. Manchmal muss man aber daran erinnert werden. Statt zu essen gibt es zudem zahlreiche andere Möglichkeiten sich abzulenken, die zudem Spaß machen und für ein gutes Gefühl sorgen. Bewegung, Entspannung, Spaß beim Spielen oder einfach mal einen echten Brief schreiben, welche Ideen hast Du noch?

Hier gibt es das Kühl-/Vorratsschrankschild zum  Downloaden  (A4) – downloaden, ausdrucken und an oder in Kühl- und/oder Vorratsschrank hängen.

Text&Graphik: Frau Anja Roth

Online kochen. Wie geht das?

Die Kochstunde für die Kinder und Jugendlichen musste auch diesmal leider wieder wegen Corona ausfallen. Grundsätzlich sind wir mit dem Team zur Zeit zwar mit Telefon- oder Online-Beratung und digitalen Gruppenstunden unterwegs, aber online kochen? Da die Kids aber sehr gerne kochen, wurde eine virtuelle Kochstunde –
inklusive Gruppenarbeit und kreativem Teil angeboten. Dazu gehörte dann auch ein Video, in dem gezeigt wird, wie Gemüsebratlinge inklusive Burgerbrötchen, selbstgemachtem Ketchup und falscher Mayonnaise hergestellt werden. Natürlich (fast) alles im Zeitraffer und nicht wirklich professionell gefilmt. Das Rezept dazu gibt es hier zum Downloaden, den Film gibt es hier: https://youtu.be/TNuZEokTPUw

Text&Fotos: Frau Anja Roth

Roll Dir ein Wrap – wie es Dir gefällt

Heute gibt es Toast? Ist das denn gut für uns?
Das waren die Fragen, die beim Anblick des Toasters – bzw. für die zweite Gruppe kam auch noch der Geruch von Getoastetem dazu – sofort gestellt wurden.  Schnell wanderte aber der Blick auf den Zutatentisch: Vollkorntoast, Gewürzgurken, Möhren, Paprikaschote, Salatgurke, Rucola, Frühlingszwiebeln, Quark, Joghurt, Ayvar, Petersilie und Dill.
Und wo sind die Rezepte?
Schloss sich dann gleich als Frage an. Aber diesmal gab es keine Rezeptvorlagen, sondern eigene Ideen sollten umgesetzt, per Bild festgehalten und natürlich die eigenen Rezepte aufgeschrieben werden. Dann ging es ran für die Familienteams, sich ihren speziellen Toastwrap zu kreieren.  Dabei wurde auch so manche Erfahrung gemacht, wie z.B. das es durchaus anstrengend sein kann getoastetes Toastbrot mit dem Nudelholz zu bearbeiten– aber es funktioniert! Was nicht so gut funktioniert, ist kein oder viel zu wenig Aufstrich auf dem Toast – dann bricht es leicht. Und wenn man zu viel reinpackt, dann lässt es sich nicht aufrollen oder die Rolle hält nicht zusammen – aber auch hier gab es kreative Ideen, die Abhilfe schaffen. Einfach mit Petersilienstängeln zusammenbinden. Zum Schluss gab es viele – trotz der begrenzten Auswahl an Zutaten – unterschiedliche Toastwraps. So viele tolle Ideen hätte ich Alleine nie gehabt.

Das Wrap – Book der Gruppen gibt es hier.

Fotos&Text: Frau Anja Roth

schnell und einfach – so kann Kochen sein!

Die Kinder und Teens sind zwischenzeitlich richtig fit in der Küche, so dass wir es in 90 Minuten schaffen: vorbereiten, zubereiten, gemeinsam essen und genießen und aufräumen! Damit es in der Küche zügig geht, gehören neben ein paar praktischen Fähigkeiten, wie Gemüse putzen und schneiden, natürlich auch Rezepte dazu, die sich mit wenig Zeit- und Materialaufwand umsetzten lassen. Dazu gehören z.B. schnelle Brötchen, Gemüsebolognese und Schüttelbutter. Schnell heißen die Brötchen nicht, weil sie schnell verputzt sind, sondern weil sie mit Backpulver gemacht werden und damit keine lange Gehzeit, wie bei Hefeeinsatz brauchen. Grundzutaten sind Mehl – wenn es geht Vollkornmehl, Backpulver, Quark und Salz. Ob Sesam, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Mohn etc. oder nix oben draufkommt, dass entscheidet jeder Bäcker selbst. Im Backofen brauchen die Brötchen dann nur 15 – 20 Minuten, damit sie schön knackig auf den Tisch kommen. In der Zeit lässt sich dann gut die Schüttelbutter zubereiten. Einfach etwas Sahne in ein Schraubglas geben und schütteln …. dann wird aus der flüssigen Sahne die Schlagsahne und dann weiterschütteln und …. Zack, ist die Butter da. Die Flüssigkeit die übrig bleibt ist Buttermilch. Wer mag, der kann noch Kräuter, Knoblauch oder Salz vor dem Schütteln ins Glas geben. Für die Gemüsebolognese wird Gemüse der Saison verarbeitet. Alles wird schön klein geschnitten, mit Gemüsebrühe und Kräutern gewürzt und mit Tomatenpüree zu einem Eintopf eingekocht. Wer statt eines Eintopfs lieber eine Soße möchte, verlängert einfach mit Wasser und Tomatenmark.

Hier geht es zu den Rezepten für GemüsebologneseSchnelle BrötchenSchütellbutter.

Test&Fotos&Rezepte: Frau Anja Roth

Videoreportage über uns

Die IKK begleitete uns und unseren Motivationstrainer Herrn Ali Tuncer und veröffentlichte eine kleine Videoreportage.
Wir freuen uns über die langjährige Unterstützung unserer Vertragskrankenkassen (IKK, AOK, Knappschaft, Landwirtschaftlichen Krankenkasse NRW und actimonda), wie auch über diesen feinfühligen und motivierenden Bericht über unsere Arbeit und Engagement in Bonn.

Hinter den leichten Bilder steckt wie so oft aber eine Menge Arbeit. Stolz sind wir auch auf unsere Aufbauarbeit der letzten sieben Jahren:
 
  • seit 2012 starten wir unser Schulungsprogramm mit zwei Altersgruppen
  • beraten durch das Jahr unzählige Familien auf der Suche nach der individuellen Weg einer Therapie
  • begleiten unsere Teilnehmer jahrelang mit Nachsorge
  • arbeiten mit niedergelassenen Kinderärzten zusammen
  • stärken uns durch Netzwerkarbeit weiterer Adipositaszentren in der Region

 

 

Bürozeiten und Anmeldung in den Sommerferien

Das Büro unseres Schulungsprogramms macht zwischen dem 05.08.2019 und dem 16.08.2019 Urlaub.
In dringenden Fällen einer Anmeldung zum neuen Schulungsprogramm (Start am 12.9.2019) kann Frau Elfie Schmidtke täglich zwischen 8-12h kontaktiert werden.
elfie.schmidtke@ukbonn.de
00 49 228 287 33223

Ihre Emails und telefonische Nachrichten werden nach den Urlaubstagen bearbeitet. Bitte haben Sie für längere Bearbeitungszeiten Verständnis.

 

Foto: Katalin Wachendorff

DDuD im AOK-Magazin

FOTO: Tillman Lothspeich

Wenn Ali Tuncer etwas anpackt, dann aber richtig. Als er bei einer Größe von 1,90 Meter 248 Kilo wog, passte der Berufskraftfahrer kaum noch hinters Lenkrad. In der Fernsehshow „The Biggest Looser“ schaffte er es, in sechs Monaten 84 Kilo abzunehmen. Inzwischen ist Sport für ihn zur Leidenschaft geworden. Er geht nicht nur selbst ins Fitnessstudio, sondern trainiert auch andere. „Mit meiner Geschichte kann ich Menschen motivieren. Wenn ich es geschafft habe, meinem Leben eine andere Richtung zu geben, schaffen sie es auch.“ Im Adipositas-Zentrum der Kinderklinik in Bonn bietet er Trainings für übergewichtige Kinder und ihre Eltern an, unterstützt von der AOK. Das kommt gut an. Wer könnte besser erklären, wie man abnimmt, als „Pfundskerl“ Ali?

Foto: Tillman Lothspeich
Text: Nicole Lücke

Quelle: vigo GESUND LEBEN 1/2019, das Kundenmagazin der AOK Rheinland/Hamburg